Elektrobasteleien rund um die Modelleisenbahn

Ein paar notwendige Vorbemerkungen:
Nachbau und Einsatz der hier vorgestellten Schaltungen erfolgt auf eigene Gefahr.
Jegliche Haftung für unmittelbare, mittelbare und Folge-Schäden wird ausgeschlossen.

einfache Weichenrückmeldung
Trennstelle mit Rückmeldung


Einfache Weichenrückmeldung
Mit wenigen, einfachen Mitteln ist es möglich, die tatsächliche Weichenstellung per LED darzustellen und so ein echtes Gleisbildstellpult zu bauen.
Voraussetzung ist lediglich, dass die Weichen über eine Endabschaltung verfügen. Aber das ist heute bei eigentlich allen gängigen Modellen der Fall.
Gebraucht wird pro Weiche eine Diode (irgendwas kleines), 2 normale LEDs und ein Widerstand 1,2 KOhm.


K1 und K2 sind die Endabschaltungskontakte im Weichenantrieb.
S1 und S3 sind die Weichenstelltaster. V+ ist üblicher weise 16 Volt Wechselspannung.
Bei dieser Weichenrückmeldung wird die Endabschaltung (K-Kontakte) der Weichenantriebe für die Rückmeldung genutzt. Einer der K-Kontakte ist ja stets geschlossen und der andere offen.
Schaltet die Weiche, öffnet bei der Endabschaltung der bisher geschlossene und der bisher offene wird geschlossen und damit wechselt auch die leuchtende LED.
Der über den Weichenantrieb, LED, Diode und Vorwiderstand fliessende Strom ist sehr klein und wird (zumindest bei mir) von den Weichenantrieben ohne Probleme verkraftet.
Der Aufbau kann leicht als "fliegende Schaltung" direkt unter dem Gleisbild-Stellpult realisiert werden.
Tasterbetätigte Trennstelle mit Rückmeldung
Die einfachste Möglichkeit, eine Trennstelle zu schalten ist natürlich ein Schalter.
Mit wenigen Mitteln lässt sich aber auch eine Trennstellenschaltung mit Taster/Relaissteuerung aufbauen. Diese 2. Möglichkeit bietet den Vorteil, dass man die Trennstelle auch automatisch, über 'irgendwo' erzeugte Impulse steuern kann.
Benötigt werden 1 Relais, monostabil mit 2 Umschaltkontakten, 2 LEDs, 1 Widerstand 1,2 KOhm und 2 Taster, einer als Schliesser, einer als Öffner.
Fener eine Gleichrichterstufe, wenn die üblichen 16V Wechselspannung auch für die Versorgung der Trennstellenschaltung genutzt werden soll und die billigeren Gleichstromrelais eingesetzt werden (16V Wechselspannung ergibt unter Last ca. 12V Gleichspannung)
Eine Gleichrichterstufe kann mehrere Trennstellen versorgen. Sie wird also nur ein Mal benötigt.


Die Diode D3, parallel zum Relais, ist nicht unbedingt erforderlich. Sie arbeitet als Schutzdiode um die beim Schalten des Relais entstehenden Induktionsspannungen abzuleiten.
Das Relais arbeitet mit Selbsthaltung über den Relaisumschaltkontakt K1,P1/S1/O1. Die Selbsthaltung wird gleichzeitig für die Ansteuerung der Rückmeldedioden genutzt.
Für der Schaltung der Fahrspannung steht der 2. Umschaltkontakt des Relais (K1,P2/S2/O2) zur Verfügung.
In Ruhestellung leuchtet LED4. Wird S6 betätigt, zieht das Relais an, LED4 erlischt, LED1 leuchtet und die Fahrspannung wird über den 2. Relaisschaltkontakt umgeschaltet. Das System bleibt so lange in dieser Stellung, bis der Taster S2 betätigt wird oder die Versorgungsspannung ausgeschaltet wird.
Die Gleichrichterstufe braucht nur einfachst aufgebaut sein. Ein handelsüblicher Gleichrichter und ein nicht zu kleiner Glättungskondensator reichen völlig aus.